21. Oktober 2010

Makrostrategien – Sicher investieren, wenn Staaten pleitegehen

Abgelegt unter: Allgemein — mail @ 16:55

„Willkommen im Zeitalter der Instabilität“, so begrüßt Wolfgang Münchau seine Leser.

Im ersten Teil des Buches geht der Autor auf die Ursachen für die Krise 2007 bis 2009 ein. An dieser Stelle möchte ich nochmals auf diese beiden Bücher hinweisen: „Die große Rezession“ (Hanser) von Nikolaus Piper und „Nachkrisenzeit“ (ecowin) von Daniel Gros und Sonja Sagmeister, da sich beide Bücher auch mit der Krise von 2007 bis 2009 ausführlich auseinander setzen. Natürlich auf ganz unterschiedliche Weise.

42345_c51551.thumbnail.jpg  Manches lässt sich in Münchaus Buch besser verstehen, wenn man die beiden erwähnten Bücher bereits gelesen hat. Wer weder Ahnung von Volkswirtschaft noch von Betriebswirtschaft hat, für den könnte die Lektüre eine doch etwas anstrengende Kost sein, wenngleich  Wolfgang Münchau schwierige Sachverhalte immer wieder ausführlich in seinen Textboxen erklärt. Es ist ihm vor allem gelungen die doch sehr schwierig zu verstehende Instabilitätstheorie Minskys mit verständlichen Worten zu beschreiben. Sollten Sie das eine oder andere dennoch nicht verstehen, kein Problem, da sind Sie auf einer Stufe mit den meisten Volkswirten. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb die Krise nicht erkannt wurde. Für Minsky ist die Finanzkrise nicht die Konsequenz eines unvorhersehbaren Schocks, sondern sie ist Teil eines Systems, das von sich aus zur Instabilität neigt. Immerhin hat Minsky die Subprime-Krise und die darauffolgende Bankenkrise bereits in den 80er Jahren vorausgesagt.

Die englische Königin stellte einmal die Frage, warum Ökonomen diese Krise nicht voraussagen konnten. Die kurze Antwort liegt in den heute gängigen ökonomischen Modellen. In diesen Modellen gibt es nämlich keine Finanzmärkte.

John Maynard Keynes, der Nobelpreisträger James Tobin und natürlich Minsky interessierten sich für die Finanzmärkte, aber der Mainstream in der Makroökonomie benutzt ökonomische Modelle ohne Finanzmärkte. Ja, Sie lesen richtig.

Es könnte jetzt leicht der Verdacht aufkommen, dass dieses Buch ein Traktat über die Volkswirtschaftslehre und ihr Versagen in der Krise ist. Ist es nicht! Doch auch für Investoren ist es von Bedeutung zu wissen, dass diejenigen, die die Krise nicht vorhergesagt haben, mit ihren falschen Modellen auch weiterhin die Wirtschaftspolitik der großen Industriestaaten bestimmen. Das DSGE-Modell wird unter Ökonomen mittlerweile bevorzugt. Manch einer hat sich 20 Jahre damit beschäftigt, schreibt Münchau. Auch unter jungen Professoren ist es beliebt, weshalb man sich davon nicht einfach so verabschieden wird. Hinter diesen Modellen stehen natürlich auch politische Glaubenssätze. Zunächst fragten sich jene Experten natürlich auch wie es zu dieser Krise kommen konnte. Doch schon bald wurde weiter gemacht wie bisher, denn in diesen Modellen existierte die Krise überhaupt nicht. Gerade hier liegt das Problem. Somit wird die Instabilität an den Finanzmärkten in der Zukunft eher zu- als abnehmen, sagt der Autor.

Patentrezepte à la Kochbuch  werden Sie in diesem Buch nicht finden, aber jede Menge hilfreiche Informationen, die Sie in Ihre Finanzplanung einbeziehen können.

Es ist nicht das Ziel dieses Buches, den Gang der Geschehnisse zu ändern, sondern auf die drohenden Gefahren aufmerksam zu machen. Sie erhalten einen Analyserahmen, anhand dessen sich Sparer und Anleger vor diesen Gefahren schützen können. Münchau versteht Markostrategien auch als ein politisches Buch.

 

Hilfreich sind auch die zahlreichen Informationsquellen am Ende des Buches.

Eine davon ist der Blog der Financial Times.

FT Alphaville Finanzblog der Financial Times: http://ftalphaville.ft.com/ in englischer Sprache.

Wer noch eine ungebrochene Affinität zum Thema hat, den wird diese Buch nicht eher loslassen, ehe er es gelesen hat. Es ist nämlich so spannend wie ein Kriminalroman von Stieg Larsson.

Wenn Sie sich in die Welt der Spekulanten hineinversetzen wollen, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Michael Lewis, „The Big Short. Wie eine Handvoll Trader die Welt verzockte“. Eine Rezension von Nikolaus Piper finden Sie online unter http://www.sueddeutsche.de

Wolfgang Münchau ist Direktor des Wirtschaftsinformationsdienstes „Euointelligence.com“ und Europa-Kolumnist der britischen Financial Times sowie der FT Deutschland mit Sitz in Brüssel. Er ist Autor verschiedener Bücher, darunter „Das Ende der Sozialen Marktwirtschaft“ und „Kernschmelze im Finanzsystem“ (beide erschienen bei Hanser)


14. Juli 2010

Schnupperkurs und aktuelle Termine

Abgelegt unter: Allgemein — mail @ 13:46

 Am 02. August 2010 findet der alljährliche Kennenlern-Termin in Basel mit anschließendem Grillen statt.Die Teilnahme ist kostenlos.
Beginn: 19.oo Uhr

Ende:    22.oo Uhr
Hier die Termine für Aikiken Basel

Freitag,             03.09.2010 in Basel       19-22 h

Samstag,          30.10.2010 in Basel       10-18 h

Freitag,             26.11.2010 in Basel       19-22 h

Kursgebühr:

Freitags                     CHF   55,- / €  40,-

Samstags                    CHF 150,-/ € 100,–

Ort in Basel:  Zentrum Borromäum, Byfangweg 6, 4051 Basel

Bitte mitbringen: lockere Kleidung, warme Socken, 1 Flasche Wasser



Die nächsten Aikiken-Termine

Abgelegt unter: Allgemein — mail @ 13:41


Über die Kunst des Schwertführens

                                                                   den Weg zur inneren Kraft entdecken

Freitag,             03.09.2010 in Basel       19-22 h

Samstag,          30.10.2010 in Basel       10-18 h

Freitag,             26.11.2010 in Basel       19-22 h

Kursgebühr:

Freitags                     CHF   55,- / €  40,-

Samstags                    CHF 150,-/ € 100,–

Ort in Basel:  Zentrum Borromäum, Byfangweg 6, 4051 Basel

Bitte mitbringen: lockere Kleidung, warme Socken, 1 Flasche Wasser


22. Juni 2010

Payback von Frank Schirrmacher,

Abgelegt unter: Allgemein — mail @ 13:28

Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen.

In Payback wird der Zustand des Verlorenseins im Cyberspace, den wir inzwischen fast alle kennen, ausgiebig und sehr differenziert beschrieben. Die Informationsüberflutung hat uns längst im Alltag erreicht. Wir simsen, twittern, googeln, bloggen…., was das Zeug hält. Doch wer liest oder braucht gar all diese vielen Informationen? Können wir sie überhaupt noch selbst verarbeiten? NEIN, das können wir natürlich nicht. Multitasking, sagt Schirrmacher, ist Körperverletzung.

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Und trotzdem ist es nur beim Autofahren gesetzlich verboten. Warum aber gerade viele Arbeitgeber von ihren Mitarbeitern Multitasking verlangen, nämlich mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, , obwohl man weiß, dass durch die ständige Ablenkung keine der zu erledigenden Arbeiten effektiv und effizient erledigt werden kann, bleibt vorläufig ein Rätsel. Und noch mehr. Menschen verlieren geradezu all jene Fähigkeiten, wie Kreativität, Flexibilität und Spontaneität, die sie von Computern unterscheiden. Der Stanford-Forscher Clifford Nass fand in einer Studie folgendes heraus: Je intensiver Menschen dem Medien-Multitasking nachgehen, desto weniger können sie auswählen, was ihr Arbeitsgedächtnis speichert und desto stärker wird ihre Zerstreutheit. Multitasker verlieren systematisch die Fähigkeit, zwischen Wichtigem und Unwichtigem in ihrer Umgebung zu unterscheiden. Aber nicht nur dort: Auch das Gedächtnis vermag nicht mehr zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden, was dazu führt, dass wir immer weniger in der Lage sind, ein Fazit zu ziehen. Erschreckend auch, dass intensive Multitasker immer schlechter werden - sogar im Multitasking - je länger sie es tun. Da verwundert es nicht, weshalb so viele halbfertige und unausgereifte Produkte am Markt sind. Mit verursacht werden viele Probleme durch unser Bildungssystem, das weder den Anforderungen unseres Gehirns entspricht noch angemessen auf die neuen Herausforderungen eingeht. Immer mehr, immer schneller….. Leben Sie schneller, dann sind sie schneller fertig, mag man da ins World Wide Web hinaus rufen. Und ich höre schon die Antwort. „Die Botschaft hör ich wohl, doch allein mir fehlt der Glaube.“ Womit sich die Fragestellung: „Wo soll das noch hinführen“, erübrigt. Menschen, die die Welt nur noch in algorithmischen Prozessen sehen, wehren sich nicht mehr gegen Überwachung, sei es durch Kameras, sei es durch Software, die jede ihrer Lebensäußerungen bewertet und hochrechnet. Und so bleibt am Schluss die Frage: „Wer frisst wen in der digitalen Gesellschaft?“ Payback, ein Buch, das bis zum Schluss fesselt.

Mein Tipp: Handy und Computer ausschalten und lesen. Das entspannt, informiert und regt zum Denken an.

Ria Hinzmann

Payback,  Frank Schirrmacher, erschienen bei www.blessing-verlag.de 


29. Januar 2010

Aikiken - Workshops in Freiburg, Basel und Zürich

Abgelegt unter: Allgemein — mail @ 21:50

Aikiken


Über die Kunst des Schwertführens
den Weg zur inneren Kraft entdecken

In hektischen, chaotischen Zeiten den Überblick behalten, aus der inneren Mitte heraus entscheiden und agieren, seinen sicheren Stand
im Auge des Taifun finden, wünschen Sie sich das auch?

In Rückgriff auf alte japanische Schwerttraditionen können Sie lernen, den Ort der inneren Kraft zu aktivieren, sie mit spielerischer Leichtigkeit zu kanalisieren, sich  mit der Energie des Herzens zu verbinden und sich mental auf Ihr Ziel auszurichten, um ausgeglichen in Einheit von Körper und Geist Ihren Weg gehen zu können.

Das Schwert besitzt einen hohen Symbolgehalt und steht für Klarheit, Entschiedenheit, Wille, Durchsetzungsfähigkeit und Zielgerichtetheit.

In seiner konkreten Ausformung aus Holz ist das Schwert der Katana der Samurai nachgebaut und erschliesst seinem/r Träger/in die archaischen Dimensionen von Mut, Risikobereitschaft, Standfestigkeit und Konfliktfähigkeit.

Auf diesem Weg entdecken Sie entspannte Konzentration, Gelassenheit und innere Ruhe in Stresssituationen, Focussierung auf ein Ziel und nährende Qualitäten von tieferer Begegnung.

In diesem Workshop sensibilisieren Sie Ihre Raum-, Körper- und Energie- wahrnehmung, vergrössern Ihr KI-Potenzial und lernen, das Schwert achtsam und respektvoll aus der eigenen Mitte heraus zu führen.

Leitung:  Hans - Josef Hinken

Nach Studium der Psychologie und Pädagogik Lehrtätigkeit an Instituten und Schulen. Schwerttraining bei asiatischen und westlichen Lehrern.
Seit 1986 Coach in Unternehmen und Organisationen.


Anmeldung:

 

                  Hans-Josef Hinken

                  Wintererstr. 7, D – 79104 Freiburg                               

                  Telefon:  0761 - 23655

                  Fax:        0761 - 23659                                                  

                  E-Mail: mail(at)hans-hinken.de

                  (um verbindlich schriftliche/elektronische Anmeldung wird gebeten)                                                 

 

Zeiten:

Freitag,             12.02.2010 in Basel       19-22 h

Freitag,             23.04.2010 in Basel       19-22 h

Samstag,          20.03.2010 in Freiburg  10-18 h

Samstag,          24.04.2010 in Zürich      10-18 h

Samstag,          05.06.2010 in Basel       10-18 h

Freitag,             03.09.2010 in Basel       19-22 h

Samstag,          30.10.2010 in Basel       10-18 h

Freitag,             26.11.2010 in Basel       19-22 h

Zu den Kosten: Freitags                     CHF   55,- / €  40,- 

                                                 Samstags                    CHF 150,-/ € 100,-

          Ort in Basel:                                                                               

Zentrum Borromäum, Byfangweg 6, 4051 Basel

 

                Bitte mitbringen: lockere Kleidung, warme Socken, 1 Flasche Wasser